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Justizia drück ein Auge zu

Wie schon im November vergangenen Jahres hat die deutsche Justiz wiedereinmal bewiesen, dass manche Menschen doch etwas gleicher sind als andere. So wurde Peter Hartz, der mit seinen Vorschlägen, den entsprechenden Gesetzen seinen Namen verlieh und maßgeblich an der Verarmung des "abgehängten Prekariats" beteiligt ist, nun innerhalb von zwei Tagen unter sehr dubiosen Umständen für seine Veruntreuung von Geldern in Millionenhöhe verurteilt. Zusammenfassend ist ihm im Prozess quasi mit erhobenem Zeigefinger gesagt worden, dass es nicht ganz legal war was er da gemacht hat und dass man ihn ja nun auch bestrafen müsse. Wenn der Peter nun aber gleich alles zugibt, dann muss er nur ein bisschen was von seinem Taschengeld abgeben und muss die nächsten zwei Jahre etwas genauer drauf achten, ob das was er tut richtig oder falsch ist und damit ist es dann vergessen. Unbestätigten Berichten zufolge gab's nach der Verhandlung dann noch nen Lolli für alle Anwesenden und alle durften früh ins Bettchen.

Zum Vergleich: Die Strafe ist ähnlich bemessen wie die, die ein Jugendlicher bekommt, wenn er beim Kiffen erwischt wird.
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Man kann sich also nach dem aktuellen "Urteil" vor einem deutschen Gericht aus der Verantwortung kaufen, wenn nur die Summe nur hoch genug ist. Während die aktuelle Rechtsprechung mitunter Otto-Normalbürger in den wirtschaftlichen Ruin treibt, wenn er ein paar Bilder im Internet von der falschen Seite kopiert, kommen Herr Ackermann und seine Schergen, die dem Begriff der Veruntreuung und Schmiergeldzahlungen eine neue Dimension verliehen haben mit "Auflagen" davon, die mitunter nichtmal 10% dessen was sie durch ihre Gaunereien "verdient" haben, entsprechen. Um diese für die meisten Leser wohl illusorischen Summen mal in etwas denkbarere Regionen zu holen: Das wäre etwa so, als würde ich 100 Leuten jeweils 100€ klauen und dann von den so ergaunerten 10 000€ dem Gericht einmalig 100€ wieder abgeben um freigesprochen zu werden. Toll. Ich werde das auch vorschlagen, wenn ich mal vor Gericht stehe. Aber vermutlich wir mir dann erklärt, dass diese Reglung erst ab einer festen Untergrenze von ca. 2Mio gilt... oder so ähnlich.

Der Fall zeigt auf jeden Fall deutlich, dass die aktuelle Rechtsprechung nicht mehr blind und unabhängig sonder VIEL zu stark von dem Großkapital der Wirtschaft beeinflussbar ist. Zu Zeiten eines Hans Martin Schleyer gab es noch andere Dinge vor denen man sich in solch einer Position trotz (und gerade wegen) seines Geldes fürchten musste, was sicherlich auch in einer höheren "Moral" dieser Menschen resultierte.
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