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Congratulations USA

Nach acht nahezu endlos erscheinenden Jahren ist es nun soweit. Ein neuer Präsident ist gewählt und wenn nicht in den kommenden Tagen und Wochen das Ergebniss noch auf irgendeine perverse Art und Weise verdreht wird, wie es leider schon eine gewisse Tradition in den Staaten hat, dann kann man Amerika zu ihrem ersten farbigen Präsidenden gratulieren.

Jura in Harvard mit magna cum laude statt US-Geschichte in Yale mit daddy's Vitamin-B und Hillbillie-Allüren.

Endlich wieder ein mächtigster Mann der Welt, dem man zutraut, dass er seinem Amt gewachsen ist und nicht nur die Karikatur einer dummen Puppe des industriell-militärischen Komplexes darstellt, der sich der Tragweite seiner Entscheidungen nicht bewusst ist.

Hoffen wir das Beste für die Zukunft der USA. Leicht wird es nicht für Barack Obama, aber man traut ihm zu, dass er das Land und die Welt aus dem Schlamassel herausführen kann, den Bush und Co. angerichtet haben. Warten wir ab und drücken die Daumen, dass er nicht recht bald erschossen wird, denn auch das hat ja leider schon eine gewisse Tradition in den USA, dass inspirierende Liberale gewaltsam von "verwirrten Einzeltätern" aus dem Leben geballert werden.

I have a dream.....

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"Help-the-niggers-vote-Act"... so könnte man das Gesetz auch nennen, was schon 2004 dem Republikaner Bush die Wiederwahl sicherte. Ob die Manipulationen dieses mal reichen werden, bleibt jedoch offen. Immerhin bleibt es damit spannend, denn ohne Tricksereien mit Wählerlisten und getunten Wahlmaschienen könnte John McCain wohl schon jetzt das Handtuch werfen. Diesmal sind es jedoch nicht nur die "sozial und ethnisch Benachteiligten" die dem ebenfalls ethnisch benachteiligtem Kandidaten der Demokraten ihre Stimme geben. Aber die Republikaner haben ja auch recht: Es heißt ja nicht umsonst "Das WEIßE Haus"....

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Heute mal etwas ganz neues auf dieser Seite. Ein Blogeintrag, der vorraussichtlich weitestgehend ohne Sarkasmus auskommen wird. Gestern war die Stadtratswahl in Hamburg, bei der die Linkspartei nach den Wahlen in Hessen und Niedersachen wiederum locker die 5%-Hürde übersprungen hat. Ein totales Patt-Fiasko wie in Hessen hat es zum Glück nicht gegeben, obwohl die SPD im Vorfeld der Wahl die Tür zu dieser Möglichkeit aufmachte, als sie jegliche Zusammenarbeit mit der Linken kategorisch ausschloss. Man stelle sich vor, die CDU hätte "nur" 3% mehr Richtung SPD verloren... naja, es ist nicht so gekommen und so hatte die SPD Glück im Unglück und sieht sich nicht mit einer verschärften Version der hessischen Verhältnisse konfrontiert.

Aufgrund dieser kategorischen Ablehnung der Linkspartei im Vorfeld der Wahl, ist es umso erstaunlicher, dass einen Tag nach der Wahl die Parteilinie eine derart deutliche Kurskorrektur erfährt. Haben die Herren bei der SPD es wirklich nicht kommen sehen? Glaubten die wirklich, dass die Linkspartei nach all dem, was die SPD ihren Stammwählern der Vergangenheit angetan hat bedeutungslos bleibt, wenn man sie nur lang genug totschweigt und ignoriert? Meiner Meinung nach hätte man viel eher darüber nachdenken müssen, wie man mit einer Situation umgehen soll, die in Hessen eingetreten ist. Komplette Verweigerung und die Wahl solange wiederholen, bis einem das Ergebnis gefällt? Ich begrüße ausdrücklich, dass die SPD nun ENDLICH die Konsequenzen zieht und die Linke anerkennt. Wäre dem nicht so, hätte das bisschen Demokratie, was wir noch haben zunehmend Schaden erlitten, denn es sollte doch klar sein, dass hinter den Prozenten auch Meinungen eines nicht zu knappen Teils der Bevölkerung stehen. Mit den Grünen war es in den 80er Jahren ja nichts anderes... alle haben sie ignoriert, bis sie schließlich so groß waren, dass man sich ihnen nicht mehr vollends verweigern konnte und mittlerweile leckt sich selbst die CDU die Finger nach diesem potentiellen Koalitionspartner. Umweltschutz ist hip und mittlerweile ist auch dem letzten Rechtskonservativen klar, dass es mit Klima und co. nicht so weitergeht wie bisher. Manche wollen es nicht wahr haben und steuern aus Profitgier die Welt weiter in die Katastrophe, aber vordergründig schreibt man sich auch in diesen Kreisen den Umwelt- und Klimaschutz groß auf die Fahnen.

Möglicherweise wird das Problem der sozialen Ausbeutung durch "die Wirtschaft", deren Bekämpfung sich die Linke annimmt eine ähnliche, wenn auch schnellere Emanzipation zum ernst genommenen Thema durchmachen.

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Wahlcomputer im Einsatz

Die Senatswahlen in den USA sind vorbei und die Demokraten haben mehr oder weniger erwartungsgemäß gewonnen. Selbst der dümmste Ami dürfte inzwischen den Hauch einer Idee davon bekommen haben, dass die Bush-Administration ziemlich viel Sch... anhäuft und das hat sich zumindest bei dieser Wahl erstmal bemerkbar gemacht. Ob die Demokraten aber im Senat die Mehrheit erhalten haben steht noch nicht fest, weil erneut ausgezählt werden muss. Aber wieso eigentlich, wo doch die tollen neuen Wahlmaschinen eben ein schnelles, automatisches Auszählen ermöglichen? Man wird unweigerlich an die Präsidentsschaftswahlen vor 3 Jahren erinnert, als solange gezählt wurde, bis Bushi wieder Präsident war. Aber ganz Abseits von meinen Unkenrufen gibt es faktisch mehr gute Gründe gegen Wahlcomputer, als dafür und so hoffe ich als Informatiker wirklich inständig dass dieser Schwachsinn bald in der Kategorie "Nette Idee, aber aktuell nicht vernünftig durchführbar" abgestempelt wird. Aber vielleicht geht nach der Einführung derzeitiger Wahlmaschinen das lobbyzerfressene Gebilde namens Demokratie endgültig zu Grunde, wenn die Menschen merken, dass ihre Stimme dann noch weniger wert ist als ohnehin schon. Das wäre wiederum ein positiver Effekt von Wahlcomputern.
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