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GDL - Zwerg im Dauerstreik

 Die GDL(Gewerkschaft deutscher Lokführer) streikt; schonwieder! Genaugenommen befindet sich diese Minigewerkschaft im Dauerstreik, wenn man die vielen kleinen Streiks in lokalen Nahverkehrsverbänden betrachtet, die übers Jahr verteilt ausgetragen werden. Dabei ist es der kleinen Gewerkschatft offenbar vollkommen egal, dass sie für ihre knapp 20000 Mitglieder zigtausende Bahnkunden schädigt. Besonders abstrus wird die Betrachtung der Situation wenn man weiß, dass die GDL gezielt jeder Tarifverhandlung der beiden grösseren Gewerkschaften Transnet und GDBA -pardon, seit Ende letzten Jahres DER EINEN anderen großen Gewerkschaft EVG- aus dem Weg geht und erst dann das Streiken anfängt, wenn die EVG (bzw. ihre Vorgänger in Tarifunion) bereits einen Tarifabschluss in der Tasche hat(ten), der dann immerhin für das zwölffache an Bahn-Belegschaft gilt, den die GDL vertritt. Selbst gezielte Einladungen der "großen Brüder" zu gemeinsamen Verhandlungen wurden ausgeschlagen, weil man ganz offensichtlich immer sein eigenes Fass aufmachen will.

Die Krönung der Skurrilität offenbart sich im aktuellen (sog.) "Tarifkonflikt": Die Hauptforderungen der GDL gehen an die KONKURRENZ der DB und trotzdem wird in erster Linie die DB bestreikt. Dabei ist man nicht einmal gewillt an den Verhandlungstisch zu treten bevor man die Keule auspackt, denn sämtliche Angebote in dieser Richtung wurden ignoriert und abgeschmettert. Streik war offenbar von Anfang an Ziel statt letztes Mittel.

Manch einer wird sich vielleicht fragen, wie diese Minigewerkschaft diese ständigen Arbeitskämpfe finanziert, denn die etwa 20000 Mitglieder werden wohl kaum derart hohe Summen zahlen, dass man einmal im Jahr einen bundesweiten Großkonflikt mit der DB und diverse kleinere Streiks mit Nahverkerhsverbünden austragen kann. Richtig! Aber dazu gibt es ja den Deutschen Beamtennbund! Dieser Dachverband vieler kleiner Gewerkschaften und Länderverbänden, scheint seit Beginn der engeren Zusammenarbeit zwischen Transnet und GDBA im Jahre 2005, keine Gelegenheit auszulassen um die einzige Verkehrsgewerkschaft, die ihm noch geblieben ist, ordentlich zu pushen. Es scheint, man bezwecke damit, der ehemaligen GDBA in den Hintern zu treten, indem man sagen kann:"Seht her! Wir haben für unsere Mitglieder einen besseren Abschluss erreicht und auch vor Streik nicht zurückgeschreckt!"

Durch den dbb sind vielleicht sogar Sie werter Leser jemand, der diesen Zwergenaufstand mitfinanziert und zum Dank noch die stundenlangen Verspätungen in Kauf nehmen muss, falls Sie mit der Bahn pendeln. Dass diese Streiks, der nichtmal 0,025% der deutschen Bevölkerung, durchaus ernsthafte Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben oder zumindestens haben können, versteht sich von selbst.

Für diese Streiks kann man -selbst als "Linker"- kein Verständnis haben und es wird Zeit, dass die GDL und der dbb endlich am Zügel genommen werden, damit sie ihre gefährlichen, egomanischen Amokläufe unterlassen.

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