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Nacktbildchen am Flughafen

Große Aufregung herrscht derzeit über die geplanten Vorhaben an Flughäfen sogenannte "Nacktscanner" einzusetzen. Dabei geht es darum, dass mittels Elektronenbeschuss die Kleidung von Personen durchleuchtet werden soll um evtl. versteckte Waffen, die nah am Körper getragen werden, auf einer Röntgenbild-ähnlichen Aufnahme sichtbar und das übliche Abtasten überflüssig zu machen. Abgesehen von der Tatsache, dass einige Geschäftsreisende garkeinen Intimkontakt mehr haben wenn die Abtastung am Flughafen entfällt und einige hauptberufliche "Grabbler" ihren Job verlieren, kann ich die Aufregung nur bedingt nachvollziehen.

Nicht das ich für eine solche Maßnahme wäre, aber die tiefgreifenden Einschnitte in die Privatsphäre der Bürger, wie sie in der Vergangenheit von fast allen Seiten protestlos durchgewunken und stellenweise vom BVerfG wieder eingesammelt wurden, lassen die Aufregung über die Nacktscanner wie einen schlechten Scherz erscheinen.

Einzig die PFORZHEIMER ZEITUNG hat die Sache erkannt und hechelt nicht der Lawine der Medien, die sich darüber künstlich echauffieren nach: "Im Namen des Schutzes vor dem Terror sind schon ganz andere Dinge in die Wege geleitet worden, die uns deutlich mehr Sorgen machen sollten. Telefon- und Internetdaten werden gespeichert, der Innenminister möchte die Festplatten von Heimcomputern durchsuchen lassen, an vielen öffentlichen Plätzen müssen wir damit leben, dass uns Kameras beobachten. Es fehlt nicht mehr viel zum gläsernen Bürger und der lückenlosen Durchleuchtung seines Privatlebens. Dagegen ist ein Nacktbildchen auf dem Flughafen nicht mehr als eine Lachnummer"

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Kommentare (1)  Permalink

Kommentare

Tobias @ 26.10.2008 21:04 CET
Erst recht vor dem Hintergrund der Leibesvisiten, die derzeit an den Flughäfen durchgeführt werden, erscheint die Aufregung übertrieben. Inwiefern beschneiden Kameras die Privatsphäre deutlicher als der aufgezwungene, direkte körperliche Kontakt mit einer fremden Person?

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