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Erste Antiterrorpakete werden zugestellt

Mir wird hin und wieder gesagt, dass ich zu schwarz sehen würde. Die Politik müsse ja irgendwie auf den Terrorismus reagieren um die Bevölkerung zu schützen... So in etwa lautet die übliche Argumentation der etwas zu oft auf den Kopf gefallenen Konservativ-Wählerschaft. In letzter Konsequenz werden die Gesetze dann trotzdem SO angewendet. Da geht es um keine Islamisten mehr, die Sprengsätze tragen und sich in irgendwelchen Massenverkehrsmitteln ins Paradies bomben wollen, sondern um die deutsche Jugend, die sich politisch engagiert. Es kommen wieder dunkle Zeiten auf uns zu...

ein kleiner Denkanstoß

UPDATE:
Der Link auf die ürsprüngliche Meldung wurde bei einem auto-update(?) von tagesschau.de umgebogen. Hier die "geupdatete" Version. Im Text oben befindet sich wieder der Originallink, welcher unter der aktuellen Fassung (derzeit?) noch verlinkt ist.

UPDATE2:
Um die Zahlen mal deutlich zu machen, falls dem einen oder anderen Besucher der Gedanke kommen sollte: "Das waren doch alles linksradikale Attentäter, die ganz Deutschland mit Molotov-Cocktails töten wollen"

Es wurden bundesweit 40 Objekte durchsucht und pro Gebäude im Schnitt 0,5 "bekannte Radikale" von je 45 BKA-Beamten verhaftet, weil sie irgendwann in den letzten 6 Jahren mal 1,25 Mollis geworfen haben. Es kann jeder mit etwas Grundschulmathematik herausfinden, dass die Aktion deutlich überzogen war und offensichtlich nicht auf das vermeintliche Ergebnis abzielte was dort auf tagesschau.de so exponiert raus gehängt wird, damit Leute, die offensichtlich unfähig sind differenziert zu denken, ihren illusionären Seelenfrieden bekommen.


UPDATE3

Update4:
Alle 21 Terroristen wurden laufen gelassen. Ein Skandal - so oder so...


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kurzinfo: §129StGB

Bolschewiken, Kommunisten, Terroristen...... es gab in der deutschen Vergangenheit immer einen Feind aus dem Osten, wegen dem die nationalen Gesetze unter dem Jubel der braunen schwarzen Massen geändert wurden, um dann später auf die eine oder andere Art gegen Einheimische zur Anwendung gebracht zu werden.
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Sinn und Unsinn

Ich sah soeben auf BR-alpha eine "Lesch und Co."-Sendung in der Harald Lesch und ein befreundeter(?) Theologe über den Sinn des Lebens philosophierten. Als Quintessenz des Gespräches, so kann man wohl sagen, kam heraus, dass jeder Mensch in der Summe all seiner Erfahrungen für sich ganz persönlich seinen Sinn finden muss und die Suche danach solange man lebt nie wirklich abgeschlossen ist. Um den Sinn in sich zu erkennen und zu akzeptieren müssen jedoch Ruhephasen eingelegt werden, in denen man quasi aus seinem alltäglichen Trott (hier wurde ein Hamster im Laufrad als Vergleich herangezogen) ausbricht. So können unter anderem auch und gerade Rückschläge durch das Nichterreichen der Ziele, die man sich selbst gesteckt hat, einem beim Vorankommen in seiner Sinnsuche helfen. Gerade weil eben diese beiden Dinge in der aktuellen vom puren Leistungsdruck getriebenen Gesellschfaft fehlen, kommt es immer häufiger vor, dass die Menschen den Sinn nicht mehr finden und "neben sich stehen". Des weiteren kam der Gemeinsinn zur Sprache, welcher als "Essenz" dessen was alle Menschen als Individuen für sich als Sinn erkennen, bezeichnet werden kann. Der Gemeinsinn ist dabei jedoch mehr als nur die grobe Schnittmenge oder ein demokratischer Mehrheitsentscheid und leidet auch deutlich unter dem Problem der fehlenden Sinnreflektion.. Soweit eine kurze Zusammenfassung dessen, was in der Sendung vorkam bzw. wie ich es verstanden habe.

Ich für meinen Teil mache mir zu diesem Thema schon lange Gedanken ohne es zu wissen. Ich denke, in dieser Sinnfrage könnte eine mögliche Lösung zu den Problemen, die die Welt aktuell hat, liegen. Auf der einen Seite sind die "Wirtschaftssüchtigen" und auf der anderen Seite die "Spiritualisten", wie ich sie hier mal nennen möchte. Die Wirtschaftssüchtigen sind all diejenigen, denen materieller Besitz (und dazu zählt in dem Fall die eigene Familie auch) das Wichtigste ist. Hierzu zählen Wirtschaftsgrößen, konservative Politiker und all jene "Normalbürger", die getrieben vom wirtschaftlichen Überleben ihr ganzes Leben verbringen ohne andere Möglichkeiten zu (er-)kennen. Die Spiritualisten sind jene am anderen Ende der Skala, die völlig losgelöst von weltlichen Dingen ihr Leben fristen und ihr Leben völlig geistlichen Dingen widmen oder sich im "religiösen Wahn" befinden. Dazu können z.B. 'überzeugte' Drogenkonsumenten oder Mönche gehören. Der Durchschnittsmensch befindet sich irgendwo dazwischen.

Nun leben wir in einer Zeit, die hauptsächlich von Wirtschaftssüchtigen bevölkert zu sein scheint und diese verlagern das Gewicht eben in ihre Richtung der Skala. Wir sind dabei an einem Punkt angekommen, an dem die "Mittleren" mehr und mehr das Gefühl bekommen, dass auf der spirituellen Seite etwas fehlt. Die Auswirkungen sind Depressionen die in Lethargie, Selbstmord und Amokläufen enden. Auf der anderen Seite sehen die "Wirtschaftssüchtigen" das Problem nicht mal. Für sie ist die Welt völlig in Ordnung und sie versuchen ihr Bestes, Voraussetzungen zu schaffen, die ihrer Meinung nach allen "Schwächeren" die Möglichkeit bietet aufzuholen und an ihrem "erfüllten Leben" teilzuhaben. Dass es jedoch Menschen gibt, die garnicht auf diese Weise leben wollen bzw. können wird bestenfalls als Randnotiz abgetan. Die Versuche die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen so zu gestalten, dass eben jener Optimalzustand eintritt, ist Teil des Problems. Dadurch wird der Gemeinsinn derart (gewaltsam) verschoben, dass viele Menschen davon betroffen, ungewollt in das andere Extrem verfallen, weil sie die immer deutlichere Diskrepanz zwischen ihrem persönlichen Sinn und dem (scheinbaren) Gemeinsinn erkennen. Daraus folgt eine absolute Scheißegal-Mentalität, die wiederum nicht ins eigene "Sinnbild" passt, was wiederum in Depression und Lethargie münden kann. Das Paradebeispiel wäre wohl ein Durchschnittsbürger, der als Alkoholiker zu Grunde geht, nachdem er Job, Frau und Kinder verloren hat.

Die Lösung zu dem Problem wird aber gewissermaßen gleich mitgeliefert: Man muss sich die Divergenz zwischen dem persönlichen Sinn und dem Gemeinsinn vor Augen halten und verstehen, dass es gut so ist und man selbst nichts falsch macht. Wenn man erkennt, dass sein Lebensinhalt nicht das stetige Streben nach wirtschaftlicher Macht, großem Reichtum und viel "gesellschaftlicher" Anerkennung ist und man dennoch mit sich selbst zufrieden ist, dann ist der erste große Schritt getan und man hat seine persönliche Sinnposition soweit gefestigt, dass man nicht mehr akut von einem "Absturz" bedroht ist. Des Weiteren kann man damit beginnen auf sein Umfeld einzuwirken und so die Verhältnisse zu ändern und vor allem die "Wirtschaftssüchtigen" ein wenig in Richtung "Spiritualität" zu ziehen. Dies ist sicher ein schwieriger Prozess und das größte Problem dürfte sein, dass man seine Motivation verliert, weil man keine sichtbaren Ergebnisse bekommt. Vermutlich konnte kaum ein Leser aufgrund dieser paar Zeilen und meiner schriftstellerischen Unfähigkeit meine Gedanken nachvollziehen, aber ein Versuch war es wert....

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