Killerspielverbot im Bundesrat
Es ist soweit. Die intellektuell minderbemittelte Führungsriege der süddeutschen Einheitspartei hat es im Rahmen ihres Treffens in Wildbad Kreuth vollbracht und einen populistischen Gesetzesentwurf der Herstellung, Vertrieb und Verleih von "Killerspielen" und sonstigen indizierten Gewaltätigkeiten verbieten soll, in den Bundesrat eingebracht. Dieser ist so eng gefasst, dass sogar Cowboy und Indianerspiele bei denen Wasser- oder Erbsenpistolen zum Einsatz kommen zukünftig unter das StGB fallen dürften. Dass eine Zugänglichmachung indizierter Medien an Minderjährige auch heute schon unter Strafe steht, scheint dabei nicht weiter interessiert zu haben. Das Ganze ist ziemlich lächerlich, aber ich fürchte, dass ich dennoch bald an dieser Stelle die Verabschiedung dieses Gesetzes verkünden darf. Wie verlogen und scheinheilig diese Debatte von den Herren Beckstein, Stoiber und Schünemann geführt wird machen diese Links deutlich.
Kommentare
wizz
@ 18.01.2007 11:07 CET
wie jetzt, Kriegspielen wird strafbar? - Dann ab hinter schwedische Gardinen, Herr Struck.
Wir sind da großzügig und akzeptieren auch dessen Rechtsnachfolger
wie jetzt, Kriegspielen wird strafbar? - Dann ab hinter schwedische Gardinen, Herr Struck.
Wir sind da großzügig und akzeptieren auch dessen Rechtsnachfolger
Irgendwie fühl ich mich als Mitglied einer politisch verfolgten Minderheit seit gewisse Volkszertreter Hetze gegen Killerspiele machen :-/
Aber Schützenvereine und Bundeswehr sind ja in Ordnung, schließlich werfen Amokläufer mit Killerspielen und Computern um sich.
Außerdem habe ich grauenhafte Vorstellungen von der Zukunft: wenn von 5 Mio. Killerspielspielern 1% Amokläufer sind, dann haben wir in den nächsten 30 Jahren 50.000 Amokläufe, also 4 bis 5 pro Tag
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