Reduktion von Gesellschaftsproblemen
Hach, wie einfach doch die Welt funktioniert, wenn es nach den anspruchslosen Denkmustern so mancher Politiker geht [ja, es ist wieder unser "guter Freund" IM Schünemann]. So muss nach dem neuesten Amoklauf, der sich in eine ganze Reihe früherer Frustrationstaten an Schulen in den USA, Canada aber auch hierzulande einreiht, natürlich wieder mit medienwirksamen Aktionismus seitens der Politik reagiert werden. So ist es quasi schon Tradition nach Schul-Amokläufen, neben anderen obskuren Forderungen, reflexartig ein Verbot von "Killerspielen" zu fordern ohne auch nur ansatzweise über die wahren Hintergründe informiert zu sein oder sich gar dafür zu interessieren. Wozu auch? Der Täter ist ja schliesslich bei der Aktion draufgegangen und so braucht man sich auch nicht mehr näher mit ihm und seinen Motiven auseinander zu setzen. In den USA greiffen ähnliche Mechanismen. Dort wird von den "Linkeren" die Gelegenheit genutzt auf die frei verfügbaren Waffen im Land einzudreschen, während die "NRA-Reps" dazu tendieren Schock-Rockern ala Marilyn Manson den schwarzen Peter zuzuschieben, der mit seinen provokativ-kritischen Texten die Jugend verderbe. Eigentlich wollte ich diesen Arktikel schon gestern verfassen, dachte mir dann jedoch, dass die Politik, 5Jahre nach Erfurt und zahlreichen Studien zu dem Thema, aus dem diesem Kindergarten entwachsen sei. Ich habe mich wohl geirrt. Vermutlich wird sich erst wenn die unwichtigen und überzogenen Forderungen nach einem grundsätzlichen Verbot jeglicher Gewaltdarstellung in allen Medien in die Tat umgesetzt sind, die Erkenntsniss breitmachen, dass diese nicht Schuld an dem Phänomen der amoklaufenden Schüler sind und man wohl doch eher auf die gesellschaftlichen und schulischen Probleme, wie fehlende Perspektive, Mobbing u.Ä., der (potentiellen) Täter schauen muss. Im Gegenteil: Man wird vermutlich feststellen, dass die Gewalt zunehmen wird, da der Katharsiseffekt, den Gewaltdarstellungen in Medien und vor allem in Computerspielen mit sich bringen, fehlt. So, ich geh jetzt ne Runde Postal2 zocken um mich abzureagieren....
[Update]
Selbst die USK scheint ein wenig "angepisst" über die derzeit aufkeimende Debatte um Computerspiele zu sein.
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Selbst die USK scheint ein wenig "angepisst" über die derzeit aufkeimende Debatte um Computerspiele zu sein.
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