Wahlcomputer im Einsatz
Die Senatswahlen in den USA sind vorbei und die Demokraten haben mehr oder weniger erwartungsgemäß gewonnen. Selbst der dümmste Ami dürfte inzwischen den Hauch einer Idee davon bekommen haben, dass die Bush-Administration ziemlich viel Sch... anhäuft und das hat sich zumindest bei dieser Wahl erstmal bemerkbar gemacht. Ob die Demokraten aber im Senat die Mehrheit erhalten haben steht noch nicht fest, weil erneut ausgezählt werden muss. Aber wieso eigentlich, wo doch die tollen neuen Wahlmaschinen eben ein schnelles, automatisches Auszählen ermöglichen? Man wird unweigerlich an die Präsidentsschaftswahlen vor 3 Jahren erinnert, als solange gezählt wurde, bis Bushi wieder Präsident war. Aber ganz Abseits von meinen Unkenrufen gibt es faktisch mehr gute Gründe gegen Wahlcomputer, als dafür und so hoffe ich als Informatiker wirklich inständig dass dieser Schwachsinn bald in der Kategorie "Nette Idee, aber aktuell nicht vernünftig durchführbar" abgestempelt wird. Aber vielleicht geht nach der Einführung derzeitiger Wahlmaschinen das lobbyzerfressene Gebilde namens Demokratie endgültig zu Grunde, wenn die Menschen merken, dass ihre Stimme dann noch weniger wert ist als ohnehin schon. Das wäre wiederum ein positiver Effekt von Wahlcomputern.
Kommentare
Lustig an der (sinnvollen) Initiative gegen die Wahlcomputer finde ich ja, dass man sich ausgerechnet einer computererfassten Abstimmung bemüht, um die Denker und Lenker des Landes von ihrem Vorhaben abzubringen.
Die (Online-)Petition hat einen klaren Vorteil gegenüber Wahlen und ist daher nicht mit diesen zu vergleichen: Da man mit seinem Namen unterschreibt ist später noch nachvollziehbar, wer die Petition unterschrieben hat. Bei geheimen Wahlen fällt dieser Überprüfungsmechanismus natürlich weg.
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